Gessertshauser Gesprächsstoff – Aktueller Politiknewsletter Nr. 1

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

angesichts unserer Tätigkeit als neue Gemeinderäte haben meine Mitkandidaten und ich beschlossen, uns einmal mehr einem unserer zentralen Wahlkampfziele zu widmen. Damit meine ich einen von uns scharf kritisierten Punkt: die aus unserer Sicht unzureichende Kommunikation zwischen Gemeinderat und Bürgern.
Bisher pflegen wir insbesondere mit den von den Themen einer Sitzung unmittelbar betroffenen Akteuren vor Ort einen aktiven Austausch, um uns ein möglichst unabhängiges und breites Meinungsbild verschaffen zu können. Allerdings haben uns zu Recht Wähler darauf angesprochen, dass sie sich mehr Transparenz bei der Bereitstellung von Informationen sowie bei der Vor- und Nachbereitung von Sitzungen wünschen.

Da vielen Mitbürgern im Ratsinformationssystem und im Ortsblatt „Über den Zaun“ zu einzelnen Tagesordnungspunkten zu wenig Hintergrundinformationen geboten werden, wollen wir als Bürgernetz Gessertshausen künftig ausgewählte Themen regelmäßig auf unserer Website ausführlicher darstellen.
Und das verbunden mit der Möglichkeit, uns direkt Rückmeldung zu geben!

Mit diesem Newsletter starten wir mit drei Themen:

Probleme mit dem Geschirrmobil

Nachdem ein Bürger in der Gemeinderatssitzung vom 15.06.2026 die schlechte Situation des Geschirrmobils dargelegt hatte, hat sich das Bürgernetz näher mit der Problematik befasst. Seitens der Gemeinde ist im Haushaltsplan nur wenig Spielraum für notwendige Reparaturen vorhanden. In Gesprächen mit mehreren Vereinen, die das Geschirrmobil regelmäßig nutzen, sind wir jedoch hinsichtlich einer Nutzungs- oder sogar Instandsetzungspauschale auf positive Resonanz gestoßen.

Für eine endgültige Lösung rund um den Spülanhänger wird vermutlich noch einmal diskutiert und abgestimmt werden müssen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Neue Feuerwehrfahrzeuge, aber nicht für Döpshofen

Auch unser zweites Thema betrifft die Vereine – zumindest einen essenziellen Zweig unserer Ortsvereine: die Freiwilligen Feuerwehren. Für unsere Gemeinde wurde in der letzen Sitzung am 06.07.2026 die Teilnahme an einer Sammelbestellung für Feuerwehrfahrzeuge des Typs LF 10 beschlossen. Im Zuge der Bestellung wurde festgelegt, dass die beiden neuen Fahrzeuge in den Ortsteilen Margertshausen und Gessertshausen ihr neues Zuhause finden werden.

Der mehrjährige Feuerwehrbedarfsplan bis 2028 sieht allerdings auch für Döpshofen ein neues Löschfahrzeug vor, weshalb das Unverständnis aufseiten der FFW Döpshofen verständlicherweise groß war. Neben dem bestehenden, veralteten Fahrzeugbestand kommt hinzu, dass die Hilfsfrist (also die benötigte Zeit, um am Einsatzort zu sein) von zehn Minuten durch keine der umliegenden Feuerwehren zuverlässig eingehalten werden kann. Ein neues Fahrzeug für Döpshofen ist daher unausweichlich.

Wir haben nachgefragt, weshalb die künftigen Einsatzstandorte bereits im Antrag festgelegt werden mussten. Daraufhin wurde uns erklärt, dass andernfalls eine Förderung nicht möglich gewesen wäre. Diese lässt sich nachträglich auch nicht auf Döpshofen übertragen. Umso wichtiger ist es deshalb, bei der nächsten Fahrzeugneubeschaffung darauf zu achten, dass unser südlichster Ortsteil nicht erneut leer ausgeht.

Tempo 30 im Schulviertel

Wo wir schon beim Thema Sicherheit sind, möchte ich Ihnen noch einen weiteren Punkt vorstellen. Wie im Wahlkampf angekündigt, setzen wir uns für Tempo-30-Zonen in unserer Kommune ein. In der letzten Sitzung haben wir daher die Prüfung einer solchen Zone im gesamten Schulviertel gefordert.

Konkret würde die Tempo-30-Zone an der Ecke Oberschönenfelder Straße/Schulstraße auf Höhe des Ortsschildes Richtung Margertshausen beginnen. Weitere Begrenzungen wären gegenüber dem alten Forsthaus an der Einmündung in die Blumenstraße sowie an der Raiffeisenbank am nördlichen Beginn der Schulstraße vorgesehen. Da dieses Viertel überwiegend von Wohnbebauung und dem Schulgelände geprägt ist und entsprechend viele Kinder unterwegs sind, würde eine Tempo-30-Zone aus unserer Sicht nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern durch eine geringere Lärmbelastung auch die Lebensqualität verbessern.

Bislang warten wir noch auf die Rückmeldung der Gemeindeverwaltung. Selbstverständlich werden wir Sie auch bei diesem Punkt auf dem Laufenden halten.

Im gleichen Zuge haben wir außerdem die aus unserer Sicht gefährliche Ampelschaltung auf Höhe der Raiffeisenbank angesprochen. Bürgermeister Jürgen Mögele erläuterte daraufhin jedoch, weshalb die derzeitige Schaltung notwendig und eine Veränderung nicht ohne Weiteres möglich sei. Für alternative Lösungsvorschläge sind wir daher gerne offen.

Das gilt übrigens für alle angesprochenen Themen: Wenn Sie Anregungen, Vorschläge, Kritik oder auch Lob äußern möchten, freuen wir uns über jede Rückmeldung!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit als Gemeinderäte geben, und würde mich freuen, wenn Sie auch bei unserem nächsten Newsletter wieder vorbeischauen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine angenehme Zeit!

Ihr
Ferdinand Ziegler


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